Die erschreckenden Bilder der jüngsten Naturereignisse vor Augen haben sich Mitglieder der Wanfrieder CDU-Fraktion jetzt bei Bürgermeister Wilhelm Gebhard über die bereits getroffenen Schutzmaßnahmen in der Stadt Wanfried und deren Stadtteilen erkundigt.

Denn auch in Wanfried gab es in der jüngeren Vergangenheit Starkregenereignisse, die jedoch mit dem aktuellen Ausmaß in NRW und Rheinland-Pfalz nicht vergleichbar sind.

In Folge der Vorfälle im Jahr 2019 wurden innerhalb kürzester Zeit einige neue Querverbindungen als Abflussmöglichkeit geschaffen und neue Gräben angelegt, berichtete Gebhard. Die außerplanmäßigen Kosten dafür betrugen ca. 70.000 €. Zudem haben betroffene Bürger selbst Hand angelegt, um die eigenen Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe zu Ackerflächen vor Starkregenereignissen zu schützen. Auch die Landwirtschaft hat reagiert und zwischenzeitlich entsprechende Maßnahmen auf den Ackerflächen eingeleitet und umgesetzt, um das Risiko bei Starkregen auf benachbarte Wohngebiete zu minimieren.

Zu großen Teilen münden fast alle neu angelegten Gräben im Gatterbach, der am Ende das gesamte Volumen aufnehmen muss. Und hier könnte bei Regenmengen, wie sie in in den betroffenen Bundesländern Mitte Juli zu beklagen waren, das Problem liegen, so die Meinung der CDU-Fraktion. Diese Einschätzung teilt auch Gebhard. Es stellt sich somit die Frage, was passiert, wenn Gatterbach, Heldrabach, Schlierbach oder Flutgräben die ankommenden Wassermassen nicht mehr bewältigen können.

Bürgermeister Gebhard informierte die CDU-Fraktion weiter, dass diese Problematik auch Thema der nächsten Magistratssitzung sei. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen bereits über die Vorgehensweise bei einer notwendig werdenden Warnung der Bürger informiert.

Bei einem Ortstermin im Bereich der Mühlhäuser Straße, die im Jahr 2019 bei einem Starkregenereignis betroffen war und überflutet wurde, war man sich einig, dass eine professionelle Untersuchung der Bachläufe und der Flutgräben unumgänglich sei. Die CDU-Fraktion erhofft sich daraus fundierte Antworten zur Auswirkung auf Starkregenereignisse. "Wir sind der Meinung, dass es jetzt klug ist, einmal Geld in die Hand zu nehmen, um diese Fragestellungen analysieren zu lassen und erforderliche Schutzmaßnahmen umzusetzen, als nichts zu tun und hinterher Schäden in Millionenhöhe beklagen zu müssen", so Fraktionsvorsitzender Henning Wehr. Die CDU-Fraktion weist in diesem Zusammenhang die Bürger auf die Möglichkeit einer Elementarschadenversicherung hin, die im Extremfall die Folgen einer Überschwemmung abmildert. Bei zukünftigen Baumaßnahmen müssen mögliche Starkregenereignisse noch stärker berücksichtigt werden.

Bei den nächsten Sitzungen werden diese Fragestellungen zu beraten sein. Bei aller Hoffnung von derartigen Katastrophen verschont zu bleiben.

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