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25.11.2011 Wanfried

Selbermachen, aber bitte richtig

Fachtagung zu Fachwerkhäusern in Wanfried

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Wanfried hat neue Wege beim Erhalt der alten Bausubstanz eingeschlagen. Wie ein Bürgermeister in Zusammenarbeit mit einer ehrenamtlichen Bürgergruppe zum Makler und ein vom Verfall bedrohtes Fachwerkhaus zu einem Schmuckstück wurden, darüber informierten sich die Mitglieder des Vereins NetzwerkLehm e. V. am vergangenen Freitag aus erster Hand. Während einer Tagung über Sanierungskonzepte für Fachwerkhäuser ließen sich von den Wanfriedern über die Arbeit der Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser und die Sanierungsmaßnahmen im Fachwerkmusterhaus Wohnen informieren.

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Fachtagung zu Fachwerkhäusern in Wanfried.

Foto: Diana Wetzestein

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„Wir fordern ein Gütesiegel für Lehm“, sagte Dieter Brauch, Vorsitzender des Vereins vor Lehmbaubegeisterten aus ganz Deutschland. Nur dadurch könne Qualität auch nachgewiesen werden, sagte er. Denn Qualitätskontrolle und Volldeklaration der Rohstoffe seien ebenso wichtig, wie die Dokumentation der Wandaufbauten im Rahmen einer energetischen Sanierung, um bei auftretenden Schäden, der Ursache schneller auf den Grund zu kommen. Etwa 60 Gäste aus verschiedenen Bundesländern, unter ihnen Handwerker, Architekten, Baustoffproduzenten, Mitglieder der Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser und Baubiologen nahmen an der Fachtagung teil. „Weil Lehm Schadstoffe aus der Raumluft aufnimmt und abschirmend gegen elektromagnetische Strahlung wirkt, gilt er als gesunder Baustoff“, sagte Baubiologe Peter K. Wolff, der als Referent geladen war. Vor allem der Verbraucherschutz müsse auf der Agenda Lehmbau stehen. „Er ist kein Allheilmittel“, mahnte der Fachmann aus Sontra. Besondere Beachtung sollten Rohstoffqualität und sachgerechte Verarbeitung finden. Darum forderte der Baubiologe und Energieberater, „dass durch gute Schulungen Handwerkern und Laien der richtige Umgang mit dem ältesten Baustoff der Menschheit vermittelt wird.“ Ganz so, wie es das Konzept des Fachwerkmusterhauses vorsehe.

Dort konnten sich die Teilnehmer bei einer Baustellenbesichtigung verschiedene Wandaufbauten, gute Dokumentation und Information über Baustoffe und deren Verarbeitung ansehen. „Hier kann sich jeder seine Informationen holen, die er für eine Sanierung braucht“, war die Meinung der Fachleute, die dem Projekt eine gute Note gaben.

Bürgermeister Wilhelm Gebhard und der Sprecher der Bürgergruppe, Jürgen Rödiger, erörterten zuvor in einem Vortrag, welche Konzepte die Stadt vorantreibt, damit das Kulturgut Fachwerk, das vielen Städten und Kommunen einzigartige Ortsbilder verleiht, zukunftsfähig bleiben. Netzwerke zu bilden, gehört dazu.

 

Quelle: Marktspiegel | Diana Wetzestein

 

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