|
.
„Das Thema der medizinischen Versorgung im
ländlichen Raum wird die Politik in den nächsten Jahren vor
große Herausforderungen stellen. Die CDU stellt sich dieser
Aufgabe und zeigt mit der „Wanfrieder Erklärung“ Wege auf, wie
das Problem behandelt und erfolgreich gelöst werden kann,“ so
das Fazit des Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert, der den
Bezirksparteitag der CDU Kurhessen-Waldeck im Hotel Zum Schwan
in Wanfried geleitet hat. Als Diskussionspartner zu dem Thema
waren hochkarätige Experten eingeladen gewesen, die den mehr
als 60 Delegierten aus Nordhessen Rede und Antwort standen.
.
|
 |
|
.
Hochkarätiges Podium diskutierte zu diesem
wichtigen Zukunftsthema mit Erwin Rüddel (gesundheitspol.
Sprecher der CDU/CSU Bundestags-fraktion), Dr. Gerd Zimmermann
(kassenärztliche Vereinigung Hessen), Staatsministerin Eva
Kühne-Hörmann, Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, Dr.
Wilfried Boroch (AOK Hessen), Dr. Ralf-Norbert Bartelt (gesundheitspol.
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion).
.. |
.
Bürgermeister begrüßt Wanfrieder Erklärung
.
Bürgermeister Wilhelm Gebhard, der die Ausrichtung des
Bezirksparteitages in Wanfried bei einem der letzten
Parteitage beantragt hatte, machte in seinem Grußwort an die
Delegierten deutlich, dass die Erhaltung einer guten und
wohnortnahen Infrastruktur wichtig sei, wenn man erfolgreich
um den Zuzug von Neubürgern werben will. Wanfried sei
Modellstadt im Kampf gegen den demographischen Wandel und auf
einem guten Weg. Unverzichtbar sei dabei aber auch eine
ausreichende medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Diese
Thematik würde von zuzugswilligen Interessenten aber auch von
der Bevölkerung immer wieder angesprochen. „Deshalb begrüße
ich ausdrücklich, dass dieses wichtige Zukunftsthema mit der „Wanfrieder
Erklärung“ hier auf dem Bezirksparteitag behandelt und von
Wanfried aus eine Diskussionsgrundlage für die Politik auf den
Weg gebracht wird,“ so Gebhard abschließend.
Die Vorsitzende des Arbeitskreises
„Ärztliche Versorgung in Nordhessen“, Claudia Ravensburg MdL,
die zusammen mit ihrem AK den Parteitag inhaltlich vorbereitet
und eine thematische Einführung in die Problematik gegeben
hat, konnte folgende Teilnehmer zum Diskussionsforum begrüßen:
Dr. Gerd Zimmermann, stellv. Vorsitzender der Kassenärztlichen
Vereinigung Hessen, Dr. Wilfried Boroch, Hauptabteilungsleiter
Unternehmenspolitik und Marketing der AOK Hessen, sowie Erwin
Rüddel MdB, Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen
Bundestages und Dr. Ralf-Norbert Bartelt, Vorsitzendes des AK
Arbeit, Familie und Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion.
„Es wird zunehmend schwieriger werden, frei werdende Praxen
wieder mit jungen Ärzten zu besetzen und so vor Ort die
medizinische Grundversorgung im gleichen Maße sicher zu
stellen, wie es heute der Fall ist“, so Claudia Ravensburg
MdL. Dr. Zimmermann gab ihr Recht und betonte, dass „der
Anteil der Frauen am Medizinstudium kontinuierlich wächst“,
weibliche Mediziner aber meist eine andere Lebens- und
Arbeitsplanung haben als ihre männlichen Kollegen. Dr.
Zimmermann forderte die Universitäten dazu auf „mehr von ihrer
Möglichkeit Gebrauch zu machen, Studienplätze unabhängig vom
Numerus Clausus zu vergeben und so besonders motivierten
Aspiranten die Chance zu geben, ein Studium aufzunehmen und
sich für die Arbeit als Allgemeinmediziner, auch im ländlichen
Raum zu interessieren.“
.
|
 |
|
.
Bürgermeister Wilhelm Gebhard beantragte die
Ausrichtung des Be-zirksparteitages in Wanfried bei einem der
letzten Parteitage.
.. |
.
„Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit der
ärztliche Beruf und ein erfülltes Familienleben besser
miteinander vereinbart werden können. Die Hessische
Landesregierung beispielsweise durch ein Bürgschafts-programm
die Praxisgründung auf dem Lande und auch die Investition in
Immobilien, die interessierten Medizinern vor Ort zur
Verfügung gestellt werden können“ äußerte sich Dr. Bartelt in
seiner Rede.
„Die Bundesregierung hat in dem Versorgungsstrukturgesetz
mehrere Möglichkeiten aufgeführt, die medizinische Versorgung
im ländlichen Raum zu sichern. Unter anderem soll in
Zusammenarbeit mit den KVen eine stärker am Bedarf orientierte
Bedarfsplanung vorgenommen werden, ebenso wie mobile
Versorgungskonzepte, die Gründung von Zweitpraxen oder
stärkere Vernetzung mit den Kliniken vor Ort,“ schlug Erwin
Rüddel MdB vor.
Dr. Boroch machte noch einmal deutlich, dass die Kosten für
das Gesundheitwesen in den nächsten Jahren steigen werden:
„Die Bevölkerung wird im Schnitt immer älter, was auch
vermehrt Arztbesuche mit sich bringen wird. Maßnahmen wie das
Versorgungsstrukturgesetz der Bundesregierung müssen auch mit
den entsprechenden Finanzmittel ausgestattet werden, damit
eine Realisierung auch möglich sein wird.“
Die Wanfrieder Erklärung wurde von den
Delegierten des Bezirksparteitages einstimmig verabschiedet
und wird als Arbeitsgrundlage für die CDU dienen, damit „wir
auch in Zukunft eine medizinische Versorgung im ländlichen
Raum haben, die so gut ist wie in den Ballungszentren und sich
an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert“, so
Bernd Siebert MdB in seinem Schlusswort...
Wanfrieder Erklärung
der CDU Kurhessen-Waldeck

[hier ansehen]
|