Home  Kontakt  Impressum  Sitemap
 

 

.

Aktuelle MeldungAktuelle Meldung

Archiv

....

..

08.08.2011 Eschwege

Ein Mann aus der Wirtschaft

Magnus Schmagold geht für CDU in die Landratswahl 2012

.

Gestern Mittag gab die CDU Werra-Meißner ihren Kandidaten für die Landratswahl im Januar bekannt: Magnus Schmagold aus Witzenhausen wird gegen Amtsinhaber Stefan Reuß antreten.
Der 28-Jährige gehört erst seit Herbst vergangenen Jahres der CDU an, ist Stadtverordneter in Witzenhausen und war vorher Fraktionsvorsitzender der FWG. Beruflich ist der Diplom-Kaufmann im Rhein/Main-Gebiet bei einer Invest-mentgesellschaft tätig.
.

.

Vorm Landratsamt: CDU-Kandidat Magnus Schmagold (Mitte) mit (v.li.) Angela Fischer, Wilhelm Gebhard, Dirk Landau und Alexander Heppe.

.

Foto: Winter

.

.

Die Wahl der CDU-Kreistagsfraktion am Freitagabend sei einstimmig gefallen, sagte CDU-Kreischef Dirk Landau. Schmagold war letztendlich auch der einzige, der zu einer Kandidatur bereit war. „Ilse von Scharfenberg, Lutz Bergner, Wilhelm Gebhard und ich gehörten noch zum Kandidatenkreis“, so Landau.

Landau selbst sei in Wiesbaden in seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter zu stark eingebunden. Und Wilhelm Gebhard sagte über seinen Verzicht: „ Es war nie meine Absicht das Bürgermeisteramt in Wanfried nur als Sprungbrett zu benutzen. Ich traue mir den Posten des Landrats zwar zu und hätte mir auch gute Chancen ausgerechnet, aber ich stehe zu meinem Wort und werde 2013 eine zweite Amtszeit in Wanfried anstreben.“
Von Scharfenberg und Bergner sagten aus persönlichen Gründen ebenfalls ab.
Geblieben ist mit Magnus Schmagold kein Verwaltungs-mensch sondern ein Mann aus der Wirtschaft. Und genau auf die will er einen seiner Schwerpunkte richten. „Der Landrat muss der erste Wirtschaftsförderer im Kreis sein und nicht nur im sozialen Bereich Akzente setzen“, so Schmagolds erste Kampfansage in Richtung Stefan Reuß.

Und Landau setzte noch einen drauf: „Reuß besucht zwar jeden Kaninchenzuchtverein und die Landfrauen, aber fragen sie bei heimischen Unternehmen mal nach, ob sie schon mal Besuch vom Landrat hatten, wenn es nicht gerade um eine Ehrung ging.“
Einen weiteren Akzent will Schmagold im Bereich der Erneuerbaren Energien setzen: „Rot/Grün redet zwar immer darüber, aber ich sehe noch nicht ein umgesetztes Projekt.“ Er wolle die Bürger mit einbinden, ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich an Projekten zu beteiligen.

Doch bevor es dazu vielleicht kommt, hat der 28-Jährige ein primäres Ziel: „Ich muss und werde so schnell wie möglich meinen Bekanntheitsgrad, besonders im Altkreis Eschwege, erhöhen.“ Dazu möchte er mit so viel wie möglich Menschen ins Gespräch kommen und sie davon überzeugen, dass ein guter Landrat nicht aus der Verwaltung sondern aus der Wirtschaft kommen muss. „Ich trete nicht an, um Zweiter zu werden“, sagt der 28-Jährige selbstbewusst.
Und Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer sagt: „Schmagold ist immer für eine Überraschung gut…!“

 

 

 

Lars Winter: Auf ein paar Worte...

Ein mutiger Nobody

..

Wer bitte ist Magnus Schmagold? Das werden sich viele im südlichen Teil des Kreises fragen. In Witzenhausen bereits seit fünf Jahren als Stadtverordneter tätig, ist er im Altkreis Eschwege ein Nobody.
Doch das will er ja schleunigst ändern. Muss er auch, wenn er gegen Amtsinhaber Reuß nur den Hauch einer Chance haben will. Reuß, so scheint es, sitzt trotz „Feuerwehr-Affaire“ (Stichwort ehemaliger SPD-Unterbezirksvorsitzender Oetzel und ehemaliger Kreisbrandinspektor Sußebach) fester im Sattel denn je. Und eines muss man unserem Landrat attestieren: Der Name Reuß und der Umstand schlecht vorbereitet zu einem Termin zu erscheinen, schließen sich mal eben komplett aus.
Schmagold muss in den nächsten Monaten beweisen, dass er für das Amt des Landrats taugt. Seine parteiinterne Nominierung ist einerseits eine große Überraschung, andererseits auch nicht. Denn mit Landau oder Gebhard hätte die CDU wesentlich bekanntere Politiker ins Rennen schicken können.
Doch Landau hat ja bereits eine Schlappe gegen Reuß kassiert und Gebhard fühlt sich seiner Heimatstadt Wanfried verpflichtet. Dabei wäre Gebhard wohl der einzige aus den CDU-Reihen gewesen, der für Reuß eine ernstzunehmende Gefahr dargestellt hätte. Selbstbewusst, bekannt im ganzen Kreis und vor allem politisch erfolgreich. Er war es, der die ehemals rote Bastion Wanfried zum Einsturz brachte…

Zurück zu Schmagold: Mutig ist er, der 28-Jährige. Und seine Wirtschaftskompetenz scheint unstrittig. Nur: Die und noch viel mehr muss er den Menschen im nächsten halben Jahr auch nahe bringen. Von der Körpergröße her, liegt er mit seinen 1,98 Metern schon mal auf Augenhöhe mit Reuß. Vom Bekanntheitsgrad her trennen ihn und den Amtsinhaber aber noch Welten.
Kleines Gedankenspiel zum Schluss: Die Grünen suchen ja noch die richtige Besetzung fürs Amt des Ersten Kreisbeigeordneten. Vielleicht sollten sie sich für ihr Parteimitglied Philipp Schmagold entscheiden. Falls Magnus Schmagold Landrat wird, säßen zwei Brüder in den höchsten Ämtern des Kreises…

 

Quelle: Marktspiegel vom 06.08.2011 Lars WINTER

 

Linie

Seite drucken


 

Neues aus Berlin

Linie
.