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Wilhelm Gebhard
Dietrich-von-Scharfenberg-Str. 18
37281 Wanfried
An alle Bürgerinnen und Bürger
in Wanfried, Altenburschla,
Aue, Heldra und Völkershausen
Liebe Wanfriederinnen und Wanfrieder,
in wenigen Stunden finden die Kommunalwahlen in Hessen statt.
Die Parteien und Wählergruppen werben für ihre Ziele und für
ihre Kandidaten.
Aus aktuellem Anlass rückt die Kommunalwahl aber für viele von
uns in den Hintergrund. Was ist wirklich wichtig im Leben,
fragen wir uns beim Anblick der Ereignisse in Japan. Not,
Elend und Leid hat das schwere Erdbeben über eines der
wirtschaftlich stärksten Länder der Welt gebracht.
Katastrophen können immer passieren, egal wo, egal wann. Wir
sollten daher mit unseren Gedanken bei den Menschen in Japan
sein und ihnen von Herzen wünschen, dass sie die Geschehnisse
verarbeiten können und die Kraft entwickeln, die enormen
Schäden zu beseitigen.
Die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima belegt, dass die
Menschheit vom Atomstrom loskommen muss. Hierzu bedarf es
einer internationalen Kraftanstrengung, denn Atomkatastrophen
machen vor Ländergrenzen keinen Halt. Deutschland sollte
hierbei die Vorreiterrolle einnehmen.
Wir Wanfrieder dürfen stolz darauf sein, dass wir vor Ort die
lokale Energiewende hin zu sauberer Energie bereits geschafft
haben. Schon heute wird bei uns über regenerative Energie mehr
Strom erzeugt, als alle Privathaushalte Wanfrieds benötigen;
und das mit einem gesunden und ausgewogenen Mix.
Im Mai 2007 haben Sie mich mit Mehrheit zum Bürgermeister der
Stadt Wanfried gewählt. Eine arbeitsreiche Zeit von mehr als 3
½ Jahren liegt hinter mir. Viele meiner damals im Wahlkampf
gesteckten Ziele konnten dank Ihrer tatkräftigen Unterstützung
umgesetzt werden. Wanfried ist zur Modellstadt im Kampf gegen
den demographischen Wandel geworden. Viele innovative Ansätze
haben wir entwickelt. Funk, Fernsehen und die Presse berichten
über uns. „Wanfried hat sich bewegt“ – die Stadt auch
zukünftig in Bewegung zu halten, muss unsere gemeinsame
Aufgabe sein.
Leider hatte ich bislang nicht das Glück, eine eigene,
verlässliche Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung
hinter mir zu wissen. Die parteipolitisch motivierten
Auseinandersetzungen waren für mich sehr kräftezehrend und
meist völlig unnötig. Wichtige Entscheidungen wurden verzögert
oder behindert. Vieles musste ich dabei einstecken. Wollen wir
in Zukunft besser sein als andere Kommunen, dürfen wir uns
diese Art der Auseinandersetzung nicht mehr leisten. Zum Wohl
der Stadt Wanfried und ihrer Stadtteile benötige ich deshalb
eine eigene und verlässliche Mehrheit in unserem
Stadtparlament.
In Zukunft baue ich auf klare Verhältnisse; für Wanfried und
für uns alle. Ich bitte Sie daher erneut um Ihre
Unterstützung.
In herzlicher Verbundenheit.
Ihr
Wilhelm Gebhard.
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