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26.03.2011 Wanfried

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Wilhelm Gebhard

Dietrich-von-Scharfenberg-Str. 18

37281 Wanfried

 

An alle Bürgerinnen und Bürger

in Wanfried, Altenburschla,

Aue, Heldra und Völkershausen

 

 

Liebe Wanfriederinnen und Wanfrieder,


in wenigen Stunden finden die Kommunalwahlen in Hessen statt. Die Parteien und Wählergruppen werben für ihre Ziele und für ihre Kandidaten.


Aus aktuellem Anlass rückt die Kommunalwahl aber für viele von uns in den Hintergrund. Was ist wirklich wichtig im Leben, fragen wir uns beim Anblick der Ereignisse in Japan. Not, Elend und Leid hat das schwere Erdbeben über eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt gebracht. Katastrophen können immer passieren, egal wo, egal wann. Wir sollten daher mit unseren Gedanken bei den Menschen in Japan sein und ihnen von Herzen wünschen, dass sie die Geschehnisse verarbeiten können und die Kraft entwickeln, die enormen Schäden zu beseitigen.


Die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima belegt, dass die Menschheit vom Atomstrom loskommen muss. Hierzu bedarf es einer internationalen Kraftanstrengung, denn Atomkatastrophen machen vor Ländergrenzen keinen Halt. Deutschland sollte hierbei die Vorreiterrolle einnehmen.


Wir Wanfrieder dürfen stolz darauf sein, dass wir vor Ort die lokale Energiewende hin zu sauberer Energie bereits geschafft haben. Schon heute wird bei uns über regenerative Energie mehr Strom erzeugt, als alle Privathaushalte Wanfrieds benötigen; und das mit einem gesunden und ausgewogenen Mix.


Im Mai 2007 haben Sie mich mit Mehrheit zum Bürgermeister der Stadt Wanfried gewählt. Eine arbeitsreiche Zeit von mehr als 3 ½ Jahren liegt hinter mir. Viele meiner damals im Wahlkampf gesteckten Ziele konnten dank Ihrer tatkräftigen Unterstützung umgesetzt werden. Wanfried ist zur Modellstadt im Kampf gegen den demographischen Wandel geworden. Viele innovative Ansätze haben wir entwickelt. Funk, Fernsehen und die Presse berichten über uns. „Wanfried hat sich bewegt“ – die Stadt auch zukünftig in Bewegung zu halten, muss unsere gemeinsame Aufgabe sein.


Leider hatte ich bislang nicht das Glück, eine eigene, verlässliche Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hinter mir zu wissen. Die parteipolitisch motivierten Auseinandersetzungen waren für mich sehr kräftezehrend und meist völlig unnötig. Wichtige Entscheidungen wurden verzögert oder behindert. Vieles musste ich dabei einstecken. Wollen wir in Zukunft besser sein als andere Kommunen, dürfen wir uns diese Art der Auseinandersetzung nicht mehr leisten. Zum Wohl der Stadt Wanfried und ihrer Stadtteile benötige ich deshalb eine eigene und verlässliche Mehrheit in unserem Stadtparlament.


In Zukunft baue ich auf klare Verhältnisse; für Wanfried und für uns alle. Ich bitte Sie daher erneut um Ihre Unterstützung.


In herzlicher Verbundenheit.

 

Ihr

 

Wilhelm Gebhard.

 

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