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Sie wollen ein deutliches Zeichen setzen und
dafür haben sie sich etwas besonders einfallen lassen: Die
drei Bürgermeister Frank Hix (Bad Sooden-Allendorf), Alexander
Heppe (Eschwege) und Wilhelm Gebhard (Wanfried) tauschten
heute Vormittag ihren Platz am Schreibtisch gegen die
Drahtesel und radelten ab Kleinvach entlang der Werra über
Eschwege bis nach Wanfried.
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Drei Bürgermeister und ihre "Tour de
Werra".
Foto: Winter
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Klare Botschaft der radelnden Bürgermeister:
(v.li.) Frank Hix (Bad Sooden-Allendorf), Wilhelm Gebhard (Wanfried)
und Alexander Heppe (Eschwege).
Foto: Winter
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„Unsere drei Städte sind durch die Werra
verbunden, also wollen wir auch gemeinsam gegen das Problem
der Werraversalzung angehen“, sagt Frank Hix. „Wir wollen so
die Protestaktion unterstützen und die Werra wieder verstärkt
in den Fokus rücken“, sagen Alexander Heppe und Wilhelm
Gebhard. Es sei höchste Zeit, dass der Runde Tisch seine
Arbeit wieder aufnehme. „Der erste Termin hierfür ist
geplatzt, aber im April soll’s weitergehen“, berichtet Hix. Im
Kern gehe es darum, darauf zu drängen, dass die erarbeiteten
Empfehlungen des Runden Tisches von K+S umgesetzt werden. „Die
Werra kann nur gerettet werden, wenn Salzabfälle vermieden
werden, die Versenkung von Salzlaugen in den Untergrund
gestoppt wird und die Abfälle über eine Fernrohrleitung an die
Nordsee umweltverträglich entsorgt werden“, so die Forderung
der drei CDU-Bürgermeister.
Auf ihrem Weg nach Wanfried legten die drei Radler eine Pause
in Eschwege am Stad ein. Dort fand heute bis 13 Uhr ein
Protestaktion statt. Mit dem Bau einer symbolischen Pipeline
und in weißen Overalls gekleidete Personen, die mit riesigen
Salzstreuern bestückt waren, wurde sichtbar auf das
Werra-Problem aufmerksam gemacht. „Wir werden nachher, wenn
wir in Wanfried angekommen sind zwar schön kaputt sein, aber
unser Heimatfluss muss jedem von uns jede Mühe wert sein“, so
Hix, Heppe und Gebhard. Die drei Bürgermeister hoffen nun,
dass endlich wieder Bewegung in die Sache kommt und alle an
einem Strang ziehen. „Uns eint ja nicht nur das Werra-Problem,
sondern auch, dass wir in unseren Städten alle dasselbe
Problem haben: Wir haben keine eigene Mehrheit im Parlament –
dadurch verzögert sich vieles.“
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Waren gut angekommen in Eschwege bei der
Protestaktion: (v.li.) die Bürgermeister Heppe, Gebhard
und Hix mit Andreas Otte aus Northeim, der sich ebenfalls
für die Pipeline stark macht.
Foto: Liese
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Verzögert hat sich heute Vormittag allerdings
nichts. Nach einem stärkenden Frühstück in Kleinvach ging’s
weiter Richtung Eschwege. „Die Radwege sind in einem
Top-Zustand – die Rad-Touristen können kommen“, inspizierten
Heppe, Hix und Gebhard auf ihrer Fahrt auch gleich die
heimischen Radwege.
Quelle: Marktspiegel 19.03.2011 | Lars WINTER
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