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18.02.2011 Wanfried

CDU nimmt sich Schmirgelwerk an

Unionsfraktion will Zukunftskonzept

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Seit einigen Monaten ist der Betrieb des ehemaligen Wanfrieder Traditionsunternehmens Elefant-Schleifmittel GmbH eingestellt worden. Nach den vorliegenden Informationen sind die Produktionsmaschinen durch den eingesetzten Insolvenzverwalter an den ehemaligen Wettbewerber „Awuko-Schleifmittelwerk“ aus Hann. Münden verkauft worden. Diese sind bereits komplett demontiert und abtransportiert worden. Aus Sicht der CDU-Fraktion wird es aus den genannten Fakten daher unwahrscheinlich sein, dass am Standort Wanfried jemals wieder Schleifmittel produziert wird. „So traurig die Tatsache ist, dass damit eine über 100-jährige Industrietradition in Wanfried zu Ende gegangen ist, umso konsequenter müssen wir jetzt für die leerstehenden Gebäude und für das Grundstück ein Zukunftskonzept erarbeiten, will man beides erhalten und wieder einer sinnvollen Nutzung zuführen“, so Jutta Niklass, Mitglied der CDU-Fraktion im Wanfrieder Stadtparlament.

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So traurig die Tatsache ist, dass damit eine über 100-jährige Industrietradition in Wanfried zu Ende gegangen ist, umso konsequenter muss jetzt für die leerstehenden Gebäude und für das Grundstück ein Zukunftskonzept erarbeitet werden, will man beides erhalten und wieder einer sinnvollen Nutzung zuführen.

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Aus Sicht der Wanfrieder CDU stehen die Chancen dafür gut. Das Interesse an Wanfried ist durch die stetige Medienpräsenz deutlich gestiegen, Ideen halten Einzug in der Stadt, motivierte und engagierte Wanfrieder Bürger und Neubürger packen an, investieren und bringen sich mit sinnvollen und guten Projekten ein. Das sind gute Voraussetzungen auch für dieses Grundstück mit den dazugehörigen Gebäuden. „Besonders die einzigartige Lage zeichnet sich aus und könnte einem Zukunftskonzept einen positiven Rahmen geben“, so Niklass. Ideengeber für den Antrag waren Jutta Niklass, Ute Baden, Annegret Bamberg und Uwe Eberhardt, die für die CDU-Bürgerliste bei der anstehenden Kommunalwahl kandidieren und sich besonders dem Themenfeld „Tourismus“ widmen möchten. Bei einem Ortstermin wurde die Idee gegenüber der Fraktionsvorsitzenden Ilse v. Scharfenberg, Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Bau- u. Planungsausschuss-vorsitzendem Harald Wagner erläutert. Fraktionsvorsitzende Ilse v. Scharfenberg nahm die Idee gerne auf und stimmte der Einbringung des Antrags sofort zu.


Der Antragstext lautet: Der Magistrat der Stadt Wanfried wird gebeten, gemeinsam mit dem rechtmäßigen Eigentümer sowie weiteren Akteuren aus Wirtschafts- und Tourismusförderung für das ehemalige >Schmirgelwerk< ein Zukunftskonzept zu erarbeiten. Hierzu sind zunächst die Eigentumsverhältnisse und die aktuelle Situation im laufenden Insolvenzverfahren des Betriebes in Erfahrung zu bringen.

„Dabei zielt man nicht allein auf eine touristische Nutzung ab, obwohl das Gelände auf der sogenannten >Griesinsel< direkt an der Werra hervorragende Voraussetzungen für eine touristische Nutzung biete,“ so v. Scharfenberg. Vielmehr möge der Magistrat mit Bürgermeister Gebhard und den o.g. Institutionen in alle Richtungen denken und verschiedene Nutzungsmöglichkeiten erarbeiten. Ein Zukunftskonzept, welches in einem Exposée münden sollte, soll sowohl die wirtschaftliche als auch die touristische Nutzung offen lassen, um es verschiedenen Interessengruppen und potentiellen Investoren vorstellen zu können. Ferner sollte es auch die vorhandene Infrastruktur sowie die Gesamtsituation Wanfrieds mit allen vorhandenen Möglichkeiten beschreiben. Und da hat Wanfried viel zu bieten, sind sich alle einig. „Gedanken, dass das ehemalige Schleifmittelwerk bspw. auch für Künstler ein geeigneter und reizvoller Standort wäre, sind bereits auch schon von auswärtigen Interessenten gegenüber der StadtWanfried artikuliert worden,“ so der Bürgermeister. „Daher sei das Ansinnen der CDU-Fraktion keineswegs unrealistisch“, so Gebhard. Er betont abschließend, dass “beinahe jede Nutzung besser sei, als der derzeitige Leerstand. Er begrüße deshalb ausdrücklich den Vorstoß der CDU-Fraktion.
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