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Was seit 3 Wochen als Gerücht die Runde
macht, ist seit letztem Freitag Gewissheit geworden.
Bürgermeister Wilhelm Gebhard informierte die Öffentlichkeit
im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung über eine geplante
Biogas-anlage, die von externen Investoren im Bereich Heldra
errichtet werden soll. „Mir liegt viel daran, dass die
Bürgerinnen und Bürger möglichst früh informiert und
beteiligt werden,“ so Bürgermeister Gebhard.
Ortsansässige Landwirte werden
aktiv
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Wie Bürgermeister Gebhard weiter berichtete, beabsichtigen
ortsansässige Landwirte der Großgemeinde Wanfried aufgrund
der Planungen der externen Investoren eine eigene Anlage im
gleichen Abschnitt von Heldra. Hintergrund des eigenen
Antrags ist, dass man den Bau der Anlage durch externe
Investoren verhindern will. Und ob überhaupt eine Anlage im
Bereich Heldra gebaut wird, ist schon jetzt fraglich. Die
Bürgerfragestunde im Anschluss an die
Stadtverordnetenversammlung vermittelte einen ersten
Eindruck, wie weite Teile der Bevölkerung zu den Planungen
steht. „Die Wanfrieder Parteien mögen sich noch vor der
Kommunalwahl erklären, wie sie zu einer weiteren
Biogasanlage stehen,“ forderte Dr. Kerstin Walther Hellwig,
Imkerin aus Heldra, die Parteien in der anschließenden
Bürgerfragestunde auf.
CDU reagierte unverzüglich
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„Die CDU Wanfried reagierte am Samstag
unverzüglich und traf sich mit Vertretern der
Landwirtschaft,“ so der Parteivorsitzende Hartmut Vogt.
Bei diesem Gespräch machten die Landwirte
deutlich, dass sie von ihrem Vorhaben Abstand nehmen, wenn
auch die externen Investoren ihre Planungen aufgeben. Sie
sehen durch die nicht ortsansässigen, profitorientierten
Investoren die bäuerliche Landwirtschaft gefährdet und der
Region Geld entzogen.
Aus diesem Grunde planen die Landwirte nun selbst eine
Anlage. Hartmut Vogt äußert seine generelle Meinung. Er
macht deutlich, dass die CDU in Wanfried eine dadurch
entstehende Vervielfältigung der Anbaufläche von Mais
ablehne und somit den Planungen beider Antragsteller äußerst
skeptisch gegenüber steht. Eine weitere Biogasanlage hat
kaum Arbeitsplätze zur Folge und präge das Landschaftsbild
negativ. Mit einer bereits bestehenden Biogasanlage ist die
Kommune ausreichend versorgt, denkt man an das Gleichgewicht
der regenerativen Energie-gewinnung und das was man im
Tourismus und durch das Vermarktungskonzept des
Bürgermeisters noch erreichen möchte.
Die Bürgermeinungen in der
Stadtverordnetenversammlung seien überzeugend gewesen, so
Vogt. Er sieht besonders kritisch, dass der Bau der Anlage
am Stadtparlament vorbei geplant werde. Wanfried habe
bereits einen hohen Selbstversorgungsgrad durch regenerative
Energie. Die bestehende Biogasanlage im engen Werratal sei
völlig ausreichend für Wanfried. "Die Bürgerproteste nehmen
wir sehr ernst", so Vogt weiter. Er sehe die Natur und den
Tourismus gefährdet und machte auf die Gefahr weiterer
erheblicher Wildschäden aufmerksam.
Vogt kündigte abschließend an, dass die CDU
Wanfried an den Wahlkampfständen zur Kommunalwahl
Unterschriften-listen gegen den Bau einer weiteren Anlage
auslegen wird.
Siehe in diesem
Zusammenhang auch den Bericht des TV-Magazins report
München:
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Biogasanlagen sprießen wie Pilze aus dem
Boden – dank großzügiger Fördergelder, die alle Stromkunden
bezahlen müssen. Doch die eigentlich gute Idee der
Bioenergie hat massive Nebenwirkungen: Großinvestoren
greifen nach den lukrativen Ackerflächen – ein Problem vor
allem für Landwirte.
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