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21.02.2011 Wanfried

CDU sieht geplante Biogasanlagen skeptisch

Union traf sich bereits am Samstag mit Landwirten

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Was seit 3 Wochen als Gerücht die Runde macht, ist seit letztem Freitag Gewissheit geworden. Bürgermeister Wilhelm Gebhard informierte die Öffentlichkeit im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung über eine geplante Biogas-anlage, die von externen Investoren im Bereich Heldra errichtet werden soll. „Mir liegt viel daran, dass die Bürgerinnen und Bürger möglichst früh informiert und beteiligt werden,“ so Bürgermeister Gebhard.


Ortsansässige Landwirte werden aktiv

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Wie Bürgermeister Gebhard weiter berichtete, beabsichtigen ortsansässige Landwirte der Großgemeinde Wanfried aufgrund der Planungen der externen Investoren eine eigene Anlage im gleichen Abschnitt von Heldra. Hintergrund des eigenen Antrags ist, dass man den Bau der Anlage durch externe Investoren verhindern will. Und ob überhaupt eine Anlage im Bereich Heldra gebaut wird, ist schon jetzt fraglich. Die Bürgerfragestunde im Anschluss an die Stadtverordnetenversammlung vermittelte einen ersten Eindruck, wie weite Teile der Bevölkerung zu den Planungen steht. „Die Wanfrieder Parteien mögen sich noch vor der Kommunalwahl erklären, wie sie zu einer weiteren Biogasanlage stehen,“ forderte Dr. Kerstin Walther Hellwig, Imkerin aus Heldra, die Parteien in der anschließenden Bürgerfragestunde auf.


CDU reagierte unverzüglich

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„Die CDU Wanfried reagierte am Samstag unverzüglich und traf sich mit Vertretern der Landwirtschaft,“ so der Parteivorsitzende Hartmut Vogt.

Bei diesem Gespräch machten die Landwirte deutlich, dass sie von ihrem Vorhaben Abstand nehmen, wenn auch die externen Investoren ihre Planungen aufgeben. Sie sehen durch die nicht ortsansässigen, profitorientierten Investoren die bäuerliche Landwirtschaft gefährdet und der Region Geld entzogen.
Aus diesem Grunde planen die Landwirte nun selbst eine Anlage. Hartmut Vogt äußert seine generelle Meinung. Er macht deutlich, dass die CDU in Wanfried eine dadurch entstehende Vervielfältigung der Anbaufläche von Mais ablehne und somit den Planungen beider Antragsteller äußerst skeptisch gegenüber steht. Eine weitere Biogasanlage hat kaum Arbeitsplätze zur Folge und präge das Landschaftsbild negativ. Mit einer bereits bestehenden Biogasanlage ist die Kommune ausreichend versorgt, denkt man an das Gleichgewicht der regenerativen Energie-gewinnung und das was man im Tourismus und durch das Vermarktungskonzept des Bürgermeisters noch erreichen möchte.

Die Bürgermeinungen in der Stadtverordnetenversammlung seien überzeugend gewesen, so Vogt. Er sieht besonders kritisch, dass der Bau der Anlage am Stadtparlament vorbei geplant werde. Wanfried habe bereits einen hohen Selbstversorgungsgrad durch regenerative Energie. Die bestehende Biogasanlage im engen Werratal sei völlig ausreichend für Wanfried. "Die Bürgerproteste nehmen wir sehr ernst", so Vogt weiter. Er sehe die Natur und den Tourismus gefährdet und machte auf die Gefahr weiterer erheblicher Wildschäden aufmerksam.

 

Vogt kündigte abschließend an, dass die CDU Wanfried an den Wahlkampfständen zur Kommunalwahl Unterschriften-listen gegen den Bau einer weiteren Anlage auslegen wird.

 

 

Siehe in diesem Zusammenhang auch den Bericht des TV-Magazins report München:

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Biogasanlagen sprießen wie Pilze aus dem Boden – dank großzügiger Fördergelder, die alle Stromkunden bezahlen müssen. Doch die eigentlich gute Idee der Bioenergie hat massive Nebenwirkungen: Großinvestoren greifen nach den lukrativen Ackerflächen – ein Problem vor allem für Landwirte.

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