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30.10.2010 Bad Soden-Allendorf | Wanfried

Badestadt will Wanfrieder Vorbild folgen

Bad Soden-Allendorfer wollen Leerständen entgegenwirken

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Die Wanfrieder klagen nicht, sie agieren: Eine Bürgergruppe kämpft dort gegen Leerstände und für den Verkauf von Häusern an Menschen, die in den Ort ziehen wollen. Das Vorzeigeprojekt findet große Medienaufmerksamkeit und Bürgermeister Wilhelm Gebhard (CDU) kann Anfragen aus ganz Deutschland beantworten. Nur im vom Aussterben bedrohten Werra-Meißner-Kreis interessierte sich bislang keiner für das Erfolgsprojekt. Jetzt wollen die Badestädter den Wanfriedern nacheifern. 

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Auch in der Badestadt gibt es leerstehende Häuser, wie das Strauchsche Haus in Allendorf.

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Foto: HNA | tko.

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„Wir haben seit 2006 bereits elf Häuser verkauft, Häuser, die instandgesetzt wurden und jetzt wieder bewohnt werden, acht davon von Holländern“, berichteten Wilhelm Gebhard und Jürgen Rödiger von der Bürgergruppe Wanfried am Donnerstag stolz vor 60 Interessierten im Allendorfer Hochzeitshaus. Und die Wanfrieder verrieten auch das Erfolgsrezept. Im Wanfrieder Rathaus gibt es eine Liste mit zu vermietenden und zu verkaufenden Häusern. An die Stadt können sich alle Interessenten wenden.
Dabei haben Gebhard und Rödiger nicht nur Ortsansässige als Kunden im Auge, sondern vor allem Interessenten aus der Fremde. Sie werden vom Bürgermeister persönlich eingeladen, informiert und dann in Objekte geführt. Dort stehen auf Wunsch weitere Experten aus der Bürgergruppe wie Architekten oder Handwerker beratend zur Seite. „Sie bekommen gesagt, was getan werden muss und wie teuer das wird.“
. Dieser Top-Service kommt an. Und selbst Makler und Handwerker im Ort haben nichts dagegen. Speziell die Handwerker ziehen mit. „Wir haben Arbeiten für 170 000 Euro vermittelt, das freut die Handwerker“, sagt Gebhard.

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Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Jürgen Rödiger berichteten am vergangenen Donnerstag im Allendorfer Hochzeitshaus vor über 60 Interessierten über die Arbeit der Wanfrieder Bürgergruppe.

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Die Verzahnung von Experten in der Bürgergruppe und der Verwaltung sei ebenso wichtig. „Viele Fragen könnten so geklärt werden.“ In Wanfried war Gebhard schon vor seinem Amtsantritt in der Bürgergruppe dabei. Das soll auch in der Badestadt so sein. Frank Hix (CDU) wird ebenfalls mitmachen. Er ist zuversichtlich, dass die Aktion auch in seiner Stadt anlaufen wird. „Zehn Interessierte, meist Fachleute, die in der Bürgergruppe mitarbeiten wollen, haben sich am Donnerstag gemeldet. Nun müssten auch noch die Hauseigentümer mitziehen.“ Leerstände jedenfalls gibt es in der Badestadt mehr als genug. Die Chancen, einige zu beheben, schätzt Gebhard übrigens als „mindestens so gut wie bei uns“ ein.
Gekostet hat die Aktion die Wanfrieder bisher wenig. „Wir haben nur 200 Euro für die Internetseite in Holland ausgegeben.“ Bleibt die Frage, warum sich der Kreis angesichts dieser Erfolge so bedeckt hält? Auch Wilhelm Gebhard ist erstaunt und würde sich über mehr Anfragen freuen. „Wir sitzen doch alle in einem Boot.“
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Quelle: HNA Witzenhausen vom 30.10.2010 | tko ..

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