Home  Kontakt  Impressum  Sitemap
 

 

.

Aktuelle MeldungAktuelle Meldung

Archiv

....

..

13.05.2010 Wanfried

Studierende aus Fulda zu Gast in Wanfried 

Demographischer Wandel Thema einer Studienreise

.

Was macht diese Stadt im Kampf gegen den demografischen Wandel besser als andere? Diese Frage stellten sich 46 Studierende der Richard-Müller Schule aus Fulda. Auf der Suche nach einer Antwort besuchten sie mit ihren Lehrern Karin Ebert und Jörg Becker am vergangenen Samstag die Stadt Wanfried. Auf dem Programm stand ein Vortrag über die erfolgreiche Vermarktung leerstehender Fachwerkhäuser, die Bürgermeister Wilhelm Gebhard (CDU) und die Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser seit einem Jahr erfolgreich betreiben. 

.

.

Unter Leitung ihrer Lehrer Karin Ebert und Jörg Becker besuchten am vergangenen Samstag 46 Studierende der Fuldaer Richard-Müller Schule die Werrastadt Wanfried. Bürgermeister Wilhelm Gebhard (CDU) und Jürgen Rödiger referierten über die Probleme des demographischen Wandels sowie über ihre Arbeit in der Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser.

.

.

Die Teilnehmer dieser Exkursion durch Wanfried sind auf dem Weg zum staatlich geprüften Betriebswirt, Fachrichtung Controlling und Marketing. „Ein Thema im Lehrplan ist der demografische Wandel“, erklärte Jörg Becker. Er ist im LEADER-Beirat des Kreises Hersfeld-Rotenburg tätig und hörte in dieser Funktion anlässlich der Regionalkonferenz im März einen Vortrag von Bürgermeister Gebhard und Jürgen Rödiger.

„Der Landkreis Fulda hat demografisch die besten Prognosen, der Werra-Meißner-Kreis die schlechtesten“, sagte Bürgermeister Gebhard, während er zur Vermarktung leerstehender Häuser, die Infrastruktur und die Arbeitsplatzsituation darstellte. Hatte man im Jahr 1990 noch 1312 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, waren es 2009 nur noch 722. „Die wichtigste Aufgabe ist und bleibt, Arbeitsplätze zu schaffen“, so der Bürgermeister. Zudem sei mit der Abwanderung der Bevölkerung auch die Gefahr gegeben, dass die Stadt zur „Geisterstadt“ werde, so Gebhard.
.

.

„Die wichtigste Aufgabe ist und bleibt, Arbeitsplätze zu schaffen“, so der Bürgermeister Wilhelm Gebhard während seines Vortrags.

.

.

Jürgen Rödiger wurde in seinem Teil des Vortrages über die Arbeit der Bürgergruppe vom Handyklingeln unterbrochen. Ein holländischer Neubürger brauchte seinen Rat. „Wir sind jederzeit erreichbar“, so Rödiger und Gebhard. Das sei ein großer Pluspunkt für die erfolgreiche Arbeit dieser ehrenamtlich aufgestellten Gruppe. Von einer Studentin kam die Frage, ob die Stadt keine Angst vor Nachahmern hätte. Diese wurde mit einem klaren Nein beantwortet. Schließlich seien alle von der Demografie betroffen, da sei es unrätlich das Wissen für sich zu behalten. Außerdem habe es sich bereits gezeigt, dass keine andere Kommune so „flexibel“ sei wie Wanfried, sagte der Bürgermeister und bezog sich auf Aussagen vieler Kaufinteressenten. Immerhin, so Rödiger, standen bei Arbeitsbeginn der Bürgergruppe 22 Fachwerkhäuser zum Verkauf. Heute seien von diesen anfänglichen Häusern nur noch sechs übrig.

 

Rödiger und Gebhard bedankten sich am Ende ihres Vortrags bei Hans-Jürgen Germerodt, dem Geschäftsführer der Firma Werkmeister GmbH & Co. KG. Er stellte seine Seminarräume zur Verfügung und präsentierte den Studierenden auch die Erfolgsgeschichte seiner Firma.

.

.

Jürgen Rödiger (links) referierte über die Arbeit der Bürgergruppe. Hans-Jürgen Germerodt (rechts) stellte die Seminarräume seines Unternehmens zur Verfügung und präsentierte die Firma Werkmeister

.

.

Die Vermarktungserfolge in Wanfried seien nur auf ein ganzes Maßnahmenpaket zurückzuführen, resümierte Jörg Becker. Die einzelnen Elemente seien dabei nur miteinander wirkungsvoll. Eine Übertragung auf andere Kommunen hielt er sogar nur für bedingt möglich. „Erfolge kommen nicht von allein. Herr Gebhard hat vor Arbeit offensichtlich keine Angst und er hat super Mitstreiter an seiner Seite“, sagte er. Zudem setze der Bürgermeister auf emotionale Verbundenheit der Menschen zur Heimatstadt. Das sei nur möglich, wenn man ganz nah dran ist, so Becker.

Nach einer Führung durch die Fachwerkstadt, vorbei an den Häusern, die angesichts erfolgreicher Vermarktungsarbeit bereits neue Eigentümer gefunden und so vor dem Verfall gerettet werden konnten, verabschiedete sich Bürger-meister Gebhard an der Wanfrieder Schlagd auf der Werra von seinen Gästen aus Fulda.

.

Linie

Seite drucken


 

Neues aus Berlin

Linie
.